Archiv der Kategorie 'Über das Projekt'

Wir bieten an:

Unser Team besteht aus Pädagog_innen, Sozialarbeiter_innen, Psycholog_innen, Genderwissenschaftler_innen, Mediator_innen, Politikwissenschaftler_innen und Choreograf_innen.

Neben unseren Tätigkeiten im Rahmen von i-päd, bieten wir auch Schulungen zu folgenden Themen an:

- Sexualpädagogik
- Critical Whiteness/Rassismus
- Klassismus
- Team- und Gruppenmediationen in Bezug auf Themen wie Sexismus, Rassismus, Klassismus, Homophobie etc.
- Tanz- und Theaterpädagogik

Bei Interesse bitte eine direkte Anfrage an info@i-paed-berlin.de.

Was ist „i-Päd“?

Das Projekt „i-Päd – intersektionale Pädagogik“ existiert seit August 2011. Es ist ein Projekt, dass die Anerkennung der Komplexität von Identitäten in der Pädagogik fördern soll. Dabei geht es um die Identitäten von Kindern und Jugendlichen, sowie auch die Identitäten der Lehrer_innen, Erzieher_innen und alle anderen Menschen, die mit Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten.
In Workshops erarbeiten wir gemeinsam mit den Teilnehmer_innen, was es für Identitätsmerkmale gibt, auf Grund derer Menschen Ausschlüsse beziehungsweise gesellschaftliche Bevorzugung erfahren können. Dazu zählen z.B. das Geschlecht eines Menschen, die (vermutete) Herkunft und/oder Religion, die sexuelle Orientierung, die Geschlechtsidentität (ob Menschen in dem Geschlecht leben wollen, das sie bei der Geburt zugewiesen bekommen haben, oder nicht), der soziale Status, das Alter, das Aussehen, körperliche und geistige Befähigungen.
In unserem Ansatz gehen wir davon aus, dass all diese Merkmale für alle Menschen relevant und unterschiedlich sind. Oft werden sie uns aber dann erst bewusst, wenn wir Abwertung und Ausschlüsse erfahren. Um die Lebenswelten aller Kinder und Jugendlichen mit Respekt behandeln zu können und gegen Abwertung zu arbeiten, ist es die Aufgabe der Lehrer_innen, Pädagog_innen etc. sich der Ausschlüsse bewusst zu werden und sie zu verhindern. Dies ist auch Ziel unserer Arbeit.

Wir als Team von Pädagog_innen, Sozialarbeiter_innen, Politikwissenschaftler_innen und Psycholog_innen bieten unterschiedlichste Sichtweisen auf die Thematik. In unserer Arbeit machen wir unsichtbare Diskriminierungen sichtbar und bieten Handlungsstrategien an, diese zu beseitigen. Von einer fairen Repräsentation unterschiedlichster Lebensrealitäten profitieren die Klassen und Gruppen enorm.

Die Workshops bieten eine Mischung aus persönlichem praktischen Erleben der Teilnehmer_innen, sowie dem Sammeln neuen Wissens durch Kurzvorträge und Erzählungen aus unserer Erfahrung. Besonders Beispiele aus der eigenen pädagogischen Praxis machen die Themen anschaulicher und leichter nachzuvollziehen. Wir bieten einen Raum schwierige Situationen in der Arbeit zu diskutieren und gemeinsame Lösungen zu finden.

Inzwischen hat das Thema auch Einzug als Profilkurs in zwei Berliner Schulen für Sozialwesen gefunden. Seit Anfang 2013 unterrichten wir als 5-köpfiges Team eine Gruppe von Schüler_innen aus allen Semestern zu dem Thema „intersektionale Pädagogik“. Im September 2013 wird die zweite Gruppe starten. In enger Zusammenarbeit mit Lehrkräften und der Schulleitung, versuchen wir „intersektionale Pädagogik“ zu einem etablierten Schulfach zu machen, dessen Inhalte für alle Schüler_innen des Sozialwesens zugänglich sind. Dazu gehört natürlich auch, dass die Lehrkräfte an Fortbildungen teilnehmen und für die Themen sensibilisiert werden.

Wir freuen uns sehr über den Zuspruch und das rege Interesse, auf das wir immer wieder stoßen. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Teilnehmenden der Workshops und des Unterrichts bedanken, sowie den Lehrkräften, die dies möglich gemacht haben.